Medienkompetenz für Zuwanderer

Aus PSZ-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

... Medienkompetenz 2011

Das PSZ Düsseldorf hat gemeinsam mit dem Dart-Center Flyer für eine verbesserte Medienkompetenz und - kommunikation erstellt. Diese Flyer sind entstanden aus den moderierten Gesprächen und Workshops der Fachtagung „Medienkompetenz für Zuwanderer – Zuwanderungskompetenz für Medien“ im Rahmen des Projekts „Dialog_Kultur“. Die Handreichungen gibt es in einer Ausführung für JournalistInnen und in einer für InterviewpartnerInnen:

Flyer Medienkompetenz für JournalistInnen

Flyer Medienkompetenz für JournalistInnen

Flyer Medienkompetenz für InterviewpartnerInnen

Flyer Medienkompetenz für Zuwander_innen


100%

... Medienkompetenz 2010

Fachtagung: „Medienkompetenz für Zuwanderer – Zuwanderungskompetenz für Medien“

Das PSZ Düsseldorf organisierte am 26.10.2010 eine Fachtagung zum Thema „Medienkompetenz für Zuwanderer – Zuwanderungskompetenz für Medien“:


Es wird viel über Zuwanderer geschrieben und die Darstellung von Migranten in den Medien spielt eine große Rolle für die öffentliche Meinungsbildung - dabei sind auf Seiten der Journalisten und auf Seiten der interviewten Zuwanderer die Unsicherheiten groß und die Ergebnisse oft oberflächlich und klischeehaft.

Wenn die Sichtweise von Zuwanderern unzureichend abgebildet wird, entgeht den Medien und damit der Öffentlichkeit ein Reichtum an Erfahrungen und Kompetenzen. Für viele Zuwanderer sind die deutschen Medien fremd, auch aus sprachlichen Gründen.

Workshops zur Medienkompetenz bieten Zuwanderern und Journalisten die Chance, kompetenter und sicherer miteinander zu kommunizieren. Fehlende Medienkompetenz ist in der heutigen Informationsgesellschaft vergleichbar mit Leseunfähigkeit zu anderen historischen Zeiten. Wer diese Medien-Fähigkeiten nicht hat und nicht entwickeln kann, ist aus der aktiven Gestaltung der öffentlichen Kommunikation ausgeschlossen.

Differenzierte Bilder und Sichtweisen von MigrantInnen werden so nur ungenügend abgebildet, ihre Ressourcen und Kompetenzen nicht genutzt und anerkannt. Medienkompetenz ermöglicht es MigrantInnen, sich deutlicher als sozial autonome, politische Subjekte hörbar und sichtbar zu machen.

Die Fachtagung regt einen Dialog an zwischen MigrantInnen mit und ohne journalistische Erfahrungen und JournalistInnen mit und ohne Migrationserfahrung. Weitere ExpertInnen, MultiplikatorInnen und Interessierte beteiligen sich.

















... Medienkompetenz 2009

Medienkompetenz für Zuwanderer 2009

Projektleitung Cinur Ghaderi. Es wird viel über Zuwanderer geschrieben und die Darstellung von Migranten in den Medien spielt eine große Rolle für die öffentliche Meinungsbildung - dabei sind auf Seiten der Journalisten und auf Seiten der interviewten Zuwanderer die Unsicherheiten groß und die Ergebnisse oft oberflächlich und klischeehaft. Wenn die Sichtweise von Zuwanderern nur ungenügend abgebildet wird, entgeht den Medien und damit der Öffentlichkeit ein Reichtum an Erfahrungen und Kompetenzen. Für viele Zuwanderer sind die deutschen Medien fremd, auch aus sprachlichen Gründen. Workshops zur Medienkompetenz bieten Zuwanderern und Journalisten die Chance, kompetenter und sicherer miteinander zu kommunizieren. Ziel ist es, dass Zuwanderer mehr Gehör in der Öffentlichkeit finden.

Zielgruppen

Die Gruppen, die durch dieses Projekt angesprochen werden sollen sind zum einen

  • Zuwanderer, die in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden sollen
  • Gruppen, die im Umfeld des PSZ sinnvoll angesprochen werden, wie PSZ- Honorarkräfte, Interkulturelle Projektgruppe Trauerort, KlientInnen des PSZ

Zum anderen sollen durch dieses Projekt

  • JournalistInnen

indirekt durch die Einbindung in den Angeboten des Projektes angesprochen werden, um sie zu sensibilisieren in der Berichterstattung von Themen, die Zuwanderer betreffen und im Umgang mit traumatisierten Klienten

Projektziele

Die Projektziele sind:

  • Empowerment durch Förderung der Medienkompetenz von Zuwanderern
  • die Reduktion von Unsicherheiten im Umgang zwischen Zuwanderern und Medienmachern
  • eine differenzierte Darstellung von Zuwanderern in den Medien
  • eine Berichterstattung, die die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft in der Öffentlichkeit wiedergibt ohne zu kulturalisieren

Angebote und Methoden

Es wurde 2009 ein erster Kurs angeboten für die Teilnehmer der Interkulturellen Projektgruppe Trauerort. Der Kurs gliederte sich in drei Angebote:

  1. Ein Workshop zum Thema „Einführung in die Medienlandschaft in Deutschland“ am 2.10.2009, 15-17 Uhr, durchgeführt von der Journalistin Irene Dänzer-Vanotti. Diese Veranstaltung beinhaltete neben einem Vortrag zum dem o.g. Thema, Übungen zur Interviewsituation in beiden Perspektiven als Frager und Befragter. Die Übungen wurden inhaltlich fokussiert auf den Trauerort, um praxisbezogen und anschaulich auf Medienanfragen vorzubereiten
  2. Besichtigung mit Führung im WDR-Funkhaus in Düsseldorf am 31.10.2009
  3. Selbstständiges Durchführen eines Interviews von den Projektteilnehmern mit einer/einem JournalistIn. Es haben sich Journalisten unterschiedlicher Medien (TV, Rundfunk/Presse) für die Gespräche bereit erklärt. Ziel der Gespräche war es, mehr zu erfahren über den jeweiligen journalistischen Arbeitsbereich und der Person. Die Aufgabe für die Projektteilnehmer war es, im Anschluss selbst einen kurzen Bericht zu schreiben (z.B. unter dem Titel: Presse trifft Trauerort: Trauerort trifft Presse)
  4. Feedback zu den Berichten und Auswertung der Ergebnisses des gesamten Kurses

Perspektiven und Pläne für 2010

2010 ist geplant einen weiteren Kurs anzubieten, der sich ebenfalls in verschiedene Angebotsbereiche untergliedert, allerdings mit Berücksichtigung der Erfahrungen aus der ersten Testrunde soll es einige Veränderungen in der Umsetzung geben:

  • das Angebot war in der Testphase 2009 für die Interkulturelle Projektgruppe Trauerort, im weiteren soll es 2010 geöffnet werden für Zuwanderer, deren Medienkompetenz aufgrund ihrer Aktivitäten (z.B. Engagement in Migrationsselbstorganisationen) häufiger relevant werden, ebenso soll es offen sein für PSZ-Honorarkräfte, -Ehrenamtliche und PSZ-KlientInnen, deren gesundheitlicher Zustand und sprachliche Möglichkeiten trotz der Einschränkungen eine Teilnahme erlauben
  • aus diesem Grund soll evtl. eine Fachtagung im Herbst organisiert werden, mit einem informativ-öffentlichen Teil und einem Kompetenz-vermittelnden Übungsteil (workshops) für die o.g. Zielgruppen
  • 2010 soll ebenfalls eine Besichtigung durchgeführt werden, da das Interesse an diesem niedrigschwelligen Angebot groß ist und sie ohne Einschränkung für alle Zielgruppen des Projektes zugänglich ist. Allerdings kann variiert werden und statt dem WDR-Funkhaus in Düsseldorf, ein anderes Medium oder ein anderer Ort besichtigt werden
  • die Gespräche mit Journalisten sind für Teilnehmer sinnvoll, um Kontakt und Austausch zu ermöglichen und Teilnehmer und Journalisten an einem „Kultur-Dialog“ zu beteiligen. Nicht zwingend sollte die Abgabe eines Berichtes für jeden Teilnehmer sein; Möglich ist Gruppenarbeit


Schnittstellen mit anderen PSZ- Aktivitäten

  • Trauerort
  • Qualifizierung von Ehrenamtlichen

2010 wird der Kurs für PSZ-Ehrenamtliche auch außerhalb der Projektgruppe geöffnet


Sonstiges, was für das Projekt wichtig war:
Aufgefallen ist mir in der Vorbereitung, dass grundsätzlich das Interesse und der Bedarf an Informationen bei den Zuwanderern im Umfeld des PSZ an die Medienlandschaft in Deutschland und ihre Besichtigung groß war. An Übungen und eigenes journalistisches Ausprobieren wagten sich hingegen nur diejenigen, die ihre Sprachfähigkeit als kompetent einstuften, um problemlos ein Interview durchzuführen.

Persönliche Werkzeuge