KlientInnenaufnahme
Aus PSZ-Wiki
In den letzten Jahren haben wir jährlich ca. 90 neue Fälle (Einzelpersonen und Familien) aufgenommen. Jährlich gibt es etwa viermal soviele Anfragen nach Therapie, Beratung, Begutachtung an das PSZ als wir aufnehmen können. Deshalb haben wir Kriterien zur KlientInnenaufnahme definiert.
Kriterien
Vorrang haben diejenigen Flüchtlinge, die in der therapeutischen Regelversorgung besonders schlechte Chancen auf eine gute Behandlung haben. Dies orientiert sich an den Kriterien:
- Aufenthaltsstatus - bei Flüchtlingen mit unsicherem Aufenthalt (Aufenthaltsgestattung oder Duldung) ist die psychische Belastung oft besonders groß, es ist meist notwendig, psychologische Stellungnahmen zu schreiben und die Frage der Finanzierung einer Therapie bei niedergelassenen PsychotherapeutInnen stellt sich als besonders kompliziert dar.
- Versicherungsstatus - Eine Psychotherapie über das Sozialamt finanziert zu bekommen, stellt für niedergelassene PsychotherapeutInnen oft einen langwierigen mühsamen Prozess dar
- Sprachkenntnisse - wenn Dolmetschereinsatz oder die Arbeit in einer Fremdsprache notwendig ist, sinken die Chancen, auf einen Therapieplatz in der Regelversorgung.
- formale Bildung - kann ein Kriterium sein, denn der Grad der formalen Bildung kann ein Anhaltspunkt dafür sein, ob jemand bei einem transkulturell nicht eigens qualifizierten Therapeuten in der Lage sein wird, von dem ungewohnten Setting Therapie zu profitieren.
- Störungsbild - je komplexer das Störungsbild ist, desto schwieriger kann die Behandlung werden und sie erfordert deshalb speziell qualifizierte und erfahrene TherapeutInnen
- Verantwortung für andere - wenn jemand, der noch für andere, z.B. Familienmitglieder, verantwortlich ist, wieder mehr Handlungsfähigkeit gewinnt, multipliziert sich der Effekt der Therapie.
Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthalt, ohne Krankenversicherung, ohne Kenntnisse einer europäischen Verkehrssprache, mit geringer formaler Bildung, einem komplexen Störungsbild und Verantwortung für Kinder haben demnach die besten Chancen auf einen Platz im PSZ. Sie müssen allerdings monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen, denn Therapien mit KlientInnen mit derartigen Problembündeln dauern einfach länger und sind aufwändiger.
Anmeldung und Telefonberatung
- Montags von 9:30h bis 11:00h
- Donnerstags von 14:30h bis 16:00h
können Sie bei uns anrufen (0211 - 544 173 45), wenn Sie einen Therapieplatz suchen, jemanden aus unserem Team um einen Vortrag bitten oder eine Frage klären wollen. Meistens sprechen Sie dann mit unserer Sozialpädagogin Sabine Rauch.
Sie können auch per E-Mail (info@psz-duesseldorf.de) anfragen. Sie erleichtern uns die Antwort sehr, wenn Sie schon im Betreff angeben, um was es Ihnen geht. Bitte gehen Sie dabei achtsam mit KlientInnennamen um, uns reicht eine Abkürzung des Namens oder der Vorname. Außerdem teilen Sie uns bitte nach Möglichkeit mit: Alter, Geschlecht, Herkunftsland, Sprachen, zuständiges Ausländeramt und Aufenthaltsstatus.
Schriftliche Anfragen sind auch möglich, aber auch die beantworten wir lieber per E-Mail oder Telefon. Bitte schicken Sie auf keinen Fall Originaldokumente der KlientInnen mit!


