Dialog Kultur

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Gefördert durch:

  • Europäischer Integrationsfonds EIF
  • Teilnahmebeiträge der TeilnehmerInnen des Diversity Trainings
  • Ministerpräsident NRW, Dr. Jürgen Rüttgers für das Teilprojekt ‚Trauerort’
  • und durch Eigenmittel des PSZ aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Kollekten

Projektleitung: Eva van Keuk
Hauptamtliche ProjektmitarbeiterInnen: Barbara Esser, Cinur Ghaderi
Projektverwaltung: Stefanie Adrian
Projektzeitraum: 31.12.2008 - 30.12.2011

Inhaltsverzeichnis

Projektbeschreibung:

Mit einem Integrationsprojekt will das PSZ indirekt für seine eigentliche Zielgruppe - psychisch belastete Flüchtlinge - eine größere Offenheit und eine höhere Qualifikation in der Gesellschaft und in Einrichtungen der Regelversorgung erreichen.

In dem Prozess der Integration müssen sich die neu ankommenden Drittstaatangehörigen und die Aufnahmegesellschaft mit der Realität unserer Zuwanderungsgesellschaft auseinander setzen. In unserem Projekt „Dialog_Kultur“ legen wir den Schwerpunkt auf die notwendigen Veränderungen in der Aufnahmegesellschaft und setzen dabei an zwei zentralen Punkten mit konkreten Interventionen an:

  • Wir wenden uns mit spezifischen Fortbildungsangeboten an das professionelle Feld der Gesundheits- und Sozialberufe (Modul 1: Diversity Training)
  • Wir nutzen die Kanäle der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit über die Initiierung eines interreligiösen und interkulturellen Dialogs zum zentralen Lebensthema Tod und Trauer (Modul 2 Interreligiöser Dialog/Trauerort) und über einen zweiseitigen Zugang von Zuwanderern in den Medien (Modul 3 Medienkompetenz).

Unsere Interventionen im Überblick:

  • Modul 1: Interkulturelle Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft: Interkulturelle Kompetenz und Diversity Training (Grund- und Aufbaumodule für Profis im Gesundheits- und Sozialwesen), Inhouse-Schulungen für Behörden und Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen (u.a. Gesundheits-, Sozial- und Jugendämter, Kliniken, kirchliche Beratungsstellen), Info-Veranstaltungen
  • Modul 2: Interkultureller und interreligiöser Dialog: Partizipative Schaffung eines Trauerorts in Düsseldorf für Menschen, die dauerhaft fern von ihrem Ursprungsland leben
  • Modul 3: Medienkompetenz für Zuwanderer und Integration in den Medien: Empowerment von kompetenten Drittstaatangehörigen und ein öffentlichkeitswirksamer Wettbewerb „Praktische Lebenshilfe für die Deutschen – Perspektivenwechsel in der Integrationsdebatte“

Projektziele:

Durch das Diversity Training (Modul 1) zielen wir auf die interkulturelle Öffnung der Regeldienste durch die Vermittlung von transkulturellen Basiskompetenzen und die Begleitung von strukturellen Veränderungen an den Arbeitsplätzen der TeilnehmerInnen ab. Zusätzlich möchten wir die modellhafte Implementierung von interkulturellen Schlüsselkompetenzen in die Ausbildung von Gesundheitsberufen erreichen und das Fachpublikum informieren.
Im Modul 2, Interkultureller/interreligiöser Dialog, ist unser Ziel, einen Trauerort zu schaffen, der allen Menschen mit ihren kulturellen, religiösen Bedürfnissen und persönlichen Trauerbelastungen offen steht - vor allem denjenigen mit Zuwanderungsgeschichte, die nicht zu den Gräbern ihrer Verstorbenen gehen können. Ziel ist auch der Einbezug der Aufnahmegesellschaft über den Schaffungsprozess selbst. Von der Öffentlichkeitsarbeit erwarten wir, daß unter dem Thema ‚Tod und Trauer’ ein vertiefter, ernsthafter Zugang zur Situation von Zuwanderern ermöglicht wird.
Mit dem 3. Modul, Medienkompetenz für Zuwanderer / Integration in den Medien, möchten wir die Förderung des kompetenten Umgangs mit Medien in Deutschland für solche Zuwanderer erreichen, die als Experten in eigener Sache und/oder als Vertreter ihrer jeweiligen Community anzusehen sind. Wir verfolgen als langfristiges Ziel eine andere Wahrnehmung und Darstellung von zugewanderten Drittstaatsangehörigen in den Medien.

Zielgruppe/n:

Das Projekt initiiert Dialoge zwischen Angehörigen der Aufnahmegesellschaft und Zuwanderern. In beiden Gruppen sollen vor allem key persons und MultiplikatorInnen angesprochen werden, also Menschen, die professionell oder ehrenamtlich in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen tätig sind, in denen Fragen interkultureller Kommunikation eine Rolle spielen. Die Zielgruppe der Diversity Trainings (Modul 1) sind alle Berufsgruppen des Sozial- und Gesundheitswesens sowie Behörden, also z.B. Praxen, Gesundheits-, Sozial- und Jugendämter, Kliniken, kirchliche Beratungsstellen. Das Vorhaben, einen Trauerort für Zuwanderer zu schaffen und interreligiösen Dialog zu fördern (Modul 2), richtet sich zum einen an Zuwanderer in der Stadt und im Regierungsbezirk Düsseldorf, welche den Ort nutzen werden und in der aktiven Projektarbeit vor allem an Sprach- und KulturmittlerInnen. Als Institutionen der Aufnahmegesellschaft sind Kulturamt, Evangelische Kirche, Ehrenamtliche und die interessierte Öffentlichkeit über den Regierungsbezirk hinaus einbezogen. Die Workshops zur Medienkompetenz (Modul 3) richten sich an Zuwanderer in NRW, die mehr wissen möchten über die Medienlandschaft in Deutschland und sich selbst im Kontakt mit Journalisten, z.B. bei Interviews, sicherer fühlen wollen und an JournalistInnen, die zum Thema Zuwanderung arbeiten.

Es besteht aus den Teilprojekten:

Modul 1 - Interkulturelle Kompetenz und Diversity Training

Modul 2 - Schaffung eines Trauerorts

Modul 3 - Medienkompetenz für Zuwanderer

Persönliche Werkzeuge