Als Sprach- und Kulturmittler im PSZ
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von Abdoulaye Amadou
Vom Herbst 2008 bis zum Herbst 2009 war ich als Projektassistent für zwei PSZ-Projekte zuständig.
Eins davon ist das „UMF Projekt“, das sich mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen befasst. In diesem über ein Jahr laufenden Projekt besteht meine Aufgabe darin, durch Zusammenarbeit mit meinen beiden KollegInnen, Clearinggespräche mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu führen und auch die Hilfsnetzwerke im Auge zu behalten, die interne Kommunikation zu koordinieren und Fortbildungen zur transkulturellen Kompetenz im Umgang mit den „UMF“, zum Beispiel aus dem afrikanischen Raum, anzubieten.
In dem zweiten Projekt ‚Dialog_Kultur’, geht es u.a. darum für unsere KlientInnen einen Trauerort zu errichten. Ich befasste ich mich als Projektassistent mit der Koordinierung des Projektteams und der internen Organisation. Ich wirkte in vielen Kleingruppen, die die Arbeit trugen, mit. Die Fortsetzung der Arbeit wird von einer Steuerungsgruppe, die alle grundsätzlichen Entscheidungen bei der Realisierung des Trauerorts trifft, vorangetrieben. In dieser Gruppe sind drei Gremien vertreten: der PSZ-Vorstand, das PSZ-Team und die interkulturelle Projektgruppe, als deren Vertreter ich an den Sitzungen teilnehme.
Zu meinen Aufgabengebieten gehört auch die Begleitung unserer KlientInnen bei deren Behördengängen oder zu psychiatrischen Kliniken im Falle einer Krisenintervention. Es ist nicht zu übersehen, dass unsere Klienten und Klientinnen psychisch oft nicht stabil genug sind, allein Termine bei Behörden wahrzunehmen, sei es bei Gesundheitsämtern zur Überprüfung der von unserem Zentrum ausgestellten Stellungnahmen, sei es bei Ausländerämtern zur Verlängerung ihres Aufenthalts oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Asylantragstellung. Dies lässt sich zum einen durch die Verständigungsschwierigkeit, die auf Sprachbarrieren zurückzuführen sind, erklären, zum anderen durch die Interaktion zwischen Amtsärzten bzw. Sachbearbeitern und unseren KlientInnen, die von Machtasymmetrien überschattet ist und bei der der Klient der Gefahr ausgesetzt ist, einen Rückfall zu erleiden. In Hinsicht auf diese Situation, trägt meine Begleitung dazu bei, dass diese Machtasymmetrien unsere psychisch belasteten KlientInnen weniger belasten und dass sich dadurch die therapiebegleitende Arbeit professioneller und effizienter gestalten lässt.
Denn schließlich: wenn wir wissen, dass Menschen Hoffnung brauchen, darf der Mensch nie aufhören Hoffnung zu schöpfen.


